Verwaltungsgemeinschaft Buttstädt/Thüringen |
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Auszug aus einer Buttstädter Zeitung vom 25. Januar 1934 „Abendpost“ die monatliche Beilage „Der Heimatspiegel“ … Brembach war ursprünglich eine reingermanische Ansiedlung. Sie lag rechts der Scherkonde. Für die Weiterentwicklung unseres Dorfes ist ein Ereignis von größter Wichtigkeit, das in seiner historischen Wahrheit und Tatsache ebenso klaren Aufschluss gibt wie eine Urkunde. Die Wenden, ein Teil des slawischen Volksstammes, drangen in unsere Gegend vor, besiedelten weite Gebiete Thüringens und stritten mit unseren germanischen Vorfahren um die heimische Scholle. Sie ließen sich jenseits unseres Dorfbaches nieder und gründeten eine eigene Ansiedlung. Die am anderen Ufer schon ansässige germanische Bevölkerung brachte den fremden Eindringlingen berechtigtes Misstrauen entgegen. Ein Verkehr zwischen den beiden Niederlassungen fand anfänglich nicht statt. Die Scherkonde bildete die natürliche Grenze, daher Brembach-Grenzbach. Selbstverständlich blieb eine Annäherung nicht aus, und nachdem die Wenden Deutsch sprachen und christlich geworden waren, baute man, um den besseren Verkehrs willen, eine Brücke über die Scherkonde. Durch Verheiratung sog das deutsche Element das slawische Blut auf und beide verwuchsen zu einem Volke und bildeten zwei Gemeinden. Am linken Scherkondeufer lag Wendenbrembach oder Windischenbrembach, und an der rechten Uferseite Bornbrembach, denn hier liegen heute noch die Quellen, die den Ort mit Wasser versorgen. Im ehemaligen Wendendorfe erinnert uns heute noch die Windischengasse an die Gründersiedlung. Die Wenden besaßen auch ihre eigene Kirche, die dem heiligen Kilian geweiht war, der schon vor Bonifatius in Thüringen das Evangelium verkündet hatte. Bornbrembach besaß eine Bonifatiuskapelle, die man später dem Sankt Wippert oder Wipprecht weihte. Heute ist diese Kirche ein hohes geräumiges Haus mit 36 Meter hohem, weithin sichtbarem Zwiebelturm. Im Inneren steht noch ein Weihwasserbecken aus dem 16. Jahrhundert. Verschiedene Male brannte die Kirche ab. Wann die endgültige Verschmelzung der beiden durch die Scherkonde getrennten Gemeinden stattgefunden hat, ist leider urkundlich nicht festgelegt. Nur das Ortswahrzeichen, eine Steinfigur, reliefartig an der Ratskellerwand links neben dem Eingang, zeugt davon. Zwei Männer deckt zusammen ein großer Hut, und beide blasen gemeinsam in ein Horn. Dieses Steinbild stellt sicherlich symbolisch die Vereinigung zum heutigen Großbrembach dar.
Ortslage Großbrembach "Zwei unter einem Hut" Storchennest
Ältere Namensformen 8. Jahrh. Brantbah 876 Brantbah 1203 Brantbach (Lehfeld)
Territorialzugehörigkeit bis 1485 Landgrafen von Thüringen und Herzöge von Sachsen (aus dem 1485 Kurfürstentum Sachsen (wettinische Ernestiner) 1547 Herzogtum Sachsen 1572 Herzogtum Sachsen-Weimar,(seit 1741 Herzogtum Sachsen-Weimar- 1918 Freistaat Sachsen-Weimar-Eisenach 1920 Land Thüringen / Kreis Weimar (seit 1922) 1952 Bezirk Erfurt / Kreis Sömmerda 1990 Land Thüringen / Kreis Sömmerda (Boblenz, Heß)
Allgemeine Daten 775 – 786 Erste Erwähnung des Ortes im „Breviarium sancti Lulli“ als „Brembach“ 876 König Ludwig bestätigt den zehnten im Brembach für das Kloster Fulda 1613 Während der sogenannten Thüringischen Sintflut kommen in Großbrembach 1579 Nach einer Inschrift am zweiläufigen Emporenaufgang an der Südseite wurde 1642 Durch Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges sind 160 Häuser und 2/3 der 1678 Ein großer Brand zerstört neben 76 Wohnhäusern auch Pfarre, Kirche und Weitere Großbrände wüten 1727 und 1780. (Diöcese Buttstädt, Küntzel) 1795 Die großen Brembacher Teiche werden durch Ableitung des Wassers in Lossa 1835 Gründung eines Gesangsvereins, 1927 erfolgt die Umwandlung des 1848 Bildung einer Bürgerwehr (Chronik Ermich) 1873 Das neu erbaute Schulgebäude wird eingeweiht. (Chronik Ermich) 1887 – 1923 In dieser Zeit führte die Schmalspurbahn von Buttelstedt nach Rastenberg 1909 Die Gemeinde wird erstmals mit elektrischem Strom versorgt. (Chronik Ermich) 1910 Bau einer Hochdruck-Wasserleitung. (Chronik Ermich) 1953 Auf dem Mühlberg zwischen Krautheim und Großbrembach wird bei Feldarbeiten ein Gräberfeld aus der Frühsteinzeit freigelegt.
Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl am 06.06.2010 Die akuellen Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen vom 07.06.2009 finden Sie hier.
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