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Buttstädt
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Großbrembach

Sprechzeiten des Bürgermeisters, Herrn Rolf Vinup

 

99610 Großbrembach,
Am Anger 185 B

dienstags von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr
und darüber hinaus nach Vereinbarung

Tel. und Fax: 03 64 51 / 6 03 63


 Wappen von Großbrembach

 

Die Entstehung von Brembach nach einem Auszug aus einer Buttstädter Zeitung vom 25. Januar 1934 „Abendpost“ die monatliche Beilage „Der Heimatspiegel“

 

Danach war Brembach ursprünglich eine reingermanische Ansiedlung, die  rechts der Scherkonde lag. Die Wenden, ein Teil des slawischen Volksstammes, besiedelten weite Gebiete Thüringens und so ließen sie sich auch  jenseits des Großbrembacher  Dorfbaches nieder und gründeten eine eigene Ansiedlung. Zwischen beiden Niederlassungen fand, so der Auszug aus der Buttstädter Zeitung, anfangs kein Kontakt statt.  Die Scherkonde bildete die natürliche Grenze, daher Brembach-Grenzbach. Selbstverständlich blieb eine Annäherung nicht aus, und nachdem die Wenden Deutsch sprachen und christlich geworden waren, baute man, um den besseren Verkehrs willen, eine Brücke über die Scherkonde. Durch Verheiratung verwuchsen beide Ansiedlungen zu einem Volke. 

Am linken Scherkondeufer lag Wendenbrembach oder Windischenbrembach, und an der rechten Uferseite Bornbrembach, dort lagen die Quellen, die den Ort lange mit Wasser versorgten.

Im ehemaligen Wendendorfe erinnert  heute noch die Windischengasse an die Gründersiedlung. Weiterhin schreibt die Buttstädter Zeitung, dass die Wenden eine eigene Kirche besaßen, die dem heiligen Kilian geweiht war, der schon vor Bonifatius in Thüringen das Evangelium verkündet hatte.

Bornbrembach besaß eine Bonifatiuskapelle, die man später dem Sankt Wippert oder Wipprecht weihte. Verschiedene Male brannte die Kirche ab. Im Inneren der Kirche, mit ihrem 36 m hohen Zwiebelturm, steht ein Weihwasserbecken aus dem 16. Jahrhundert. 

Wann genau nun die Verschmelzung der beiden durch die Scherkonde getrennten Gemeinden stattgefunden hat, ist urkundlich nicht belegt. Aber das Ortswahrzeichen, eine Steinfigur, reliefartig an der Ratskellerwand links neben dem Eingang, zeugt davon.

Zwei Männer deckt zusammen ein großer Hut, und beide blasen gemeinsam in ein Horn. Dieses Steinbild stellt sicherlich symbolisch die Vereinigung zum heutigen Großbrembach dar.

  

 Ortslage Großbrembach
 Zwei unter einem Hut
 Storchennest

Ortslage Großbrembach                                     "Zwei unter einem Hut"                      Storchennest

  

Ältere Namensformen

 8. Jahrh.           Brantbah

876                  Brantbah

1203                Brantbach (Lehfeld)

 

Territorialzugehörigkeit

 bis 1485          Landgrafen von Thüringen und Herzöge von Sachsen (aus dem
                        Geschlecht der Ludowinger und Wettiner)      

1485                Kurfürstentum Sachsen (wettinische Ernestiner)

1547                Herzogtum Sachsen

1572                Herzogtum Sachsen-Weimar,(seit 1741 Herzogtum Sachsen-Weimar-
                        Eisenach, seit 1815 Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, seit 1903
                        Großherzogtum Sachsen)

1918                Freistaat Sachsen-Weimar-Eisenach

1920                Land Thüringen / Kreis Weimar (seit 1922)

1952                Bezirk Erfurt / Kreis Sömmerda

1990                Land Thüringen / Kreis Sömmerda (Boblenz, Heß)

  

Allgemeine Daten

775 – 786        Erste Erwähnung des Ortes im „Breviarium sancti Lulli“ als „Brembach“

876                  König Ludwig bestätigt den zehnten im Brembach für das Kloster Fulda

1613                Während der sogenannten Thüringischen Sintflut kommen in Großbrembach
                        39 Menschen ums Leben. (Militzer/Glaser)

1579                Nach einer Inschrift am zweiläufigen Emporenaufgang an der Südseite wurde
                        in diesem Jahr das Schiff der Kirche St. Wigberti fertig gestellt. Älteste Teile
                        der Kirche sind Chorturm und Sakristei aus gotischer Zeit. Mehrere Umbauten
                        sind im 17. und 18. Jahrhundert erfolgt. (Dehio)

1642                Durch Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges sind 160 Häuser und 2/3 der
                        Flur verwüstet. Die Einwohnerzahl beträgt nur noch 244. (Küntzel)

1678                Ein großer Brand zerstört neben 76 Wohnhäusern auch Pfarre, Kirche und
                        Schule.

                        Weitere Großbrände wüten 1727 und 1780. (Diöcese Buttstädt, Küntzel)

1795                Die großen Brembacher Teiche werden durch Ableitung des Wassers in Lossa
                        und Scherkonde trockengelegt. 1822 folgende die sogenannten kleinen Teiche
                        (Küntzel)

1835                Gründung eines Gesangsvereins, 1927 erfolgt die Umwandlung des
                        Gesangsvereins in einen gemischten Chor, dessen Tradition im 1947
                        gegründeten Volkschor seine Fortsetzung fand. (Chronik Ermich)

1848                Bildung einer Bürgerwehr (Chronik Ermich)

1873                Das neu erbaute Schulgebäude wird eingeweiht. (Chronik Ermich)

1887 – 1923    In dieser Zeit führte die Schmalspurbahn von Buttelstedt nach Rastenberg
(„Laura“) über Großbrembach. (Chronik Ermich, Fromm)

1909                Die Gemeinde wird erstmals mit elektrischem Strom versorgt. (Chronik Ermich)

1910                Bau einer Hochdruck-Wasserleitung. (Chronik Ermich)

1953               Auf dem Mühlberg zwischen Krautheim und Großbrembach wird bei Feldarbeiten ein Gräberfeld aus der Frühsteinzeit freigelegt.

 

 

Die akuellen Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen vom 25.05.2014 finden Sie hier.